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Münchner Süddeutsche Zeitung am 16.12.2002,
S. 41, Münchner Teil:

Hafenstraße in München

Junge Leute besetzen ein leerstehendes Haus und fordern sozialen Wohnraum

Von Claudia Wessel

Zwischen zehn und 20 junge Leute haben am Samstag früh ein leer stehendes Haus in der Landsberger Straße besetzt und mit der Aktion "konkreten sozialen Wohnraum" gefordert. Bei der Gruppe handelt es sich laut Jurastudent David Herzog um Obdachlose, Künstler, Juristen und Medienschaffende, die sich im Sommer diesen Jahres unter dem Namen Robinhaus" zusammengeschlossen haben.

Gegen 9 Uhr seien sie, teilweise mit Sack und Pack und Campingkocher ausgerüstet, in das der Deutschen Bahn AG gehörende leer stehende Haus in der Landsberger Straße 162 eingestiegen. Zwei offene Fenster hätten dies leicht ermöglicht. Allerdings hätten sie im Wissen um den seit Franz Joseph Strauß geltenden Leitspruch "Es gibt kein besetztes Haus länger als 24 Stunden" schon damit gerechnet, dass bald die Polizei anrücken würde.

Dazu beigetragen hat natürlich auch, dass die jungen Leute aus ihrer Anwesenheit keinen in dem fremden Besitz kein Geheimnis machten. Um die Wirkung der Besetzung als "Aktion" zu unterstreichen, wurden Transparente gemalt und aus den Fenstern gehängt. 70 Unterstützer demonstrierten vor dem Haus.

Gegen 12 Uhr wurde eine Polizeistreife auf das Geschehen aufmerksam. Sie sperrte die Landsberger Straße zwischen Barthstraße und Friedenheimer Brücke in beiden Richtungen ab und begann, mit den Besetzern zu verhandeln. Gegen 14.45 Uhr, so die Polizei, waren die Hausbesetzer bereit, das Gebäude zu verlassen. Sie wurden vorläufig festgenommen. "Hierbei konnten die Beamten des Polizeipräsidiums München auf die tatkräftige Unterstützung der Beamten des Bundesgrenzschutzes zählen", so die Polizei. Im Präsidium wurden die Personalien der Besetzer überprüft, sie wurden erkennungsdienstlich behandelt und dann wieder entlassen. Gegen 15.15 Uhr verließ der Rest der Demonstranten den Schauplatz, um 15.30 Uhr vrurde die Straße frei gegeben.

Für "Robinhaus" ist damit noch nicht alles erledigt. "Seit Jahren beobachten wir Menschen ohne Obdach auf den Münchner Straßen", heißt es in einer Erklärung. "Seit Jahren klagt die Stadt München über zu leere Kassen." Mit einem Projekt will die Initative Obdachlosen helfen. "Wir möchten diesen Menschen eine vorübergehende, selbst bestimmte Wohnmöglichkeit geben, jenseits der Bunker und Baucontainer." Dazu fehlt ihnen jedoch noch ein geeignetes Gebäude.

Bildunterschrift:
"Dieses Haus ist besetzt" verkündete am Samstag ein Transparent an einem leer stehenden Gebäude der Deutschen Bahn AG in der Landsberger Straße 162.
Foto: ahed